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Teichtipps: Bau eines Bachlaufes

Wenn Sie sich mit der Planung eines Gartenteiches beschäftigen, sollten Sie unbedingt einen Bachlauf mit anlegen. Dies hat den Vorteil, dass Sie wesentlich bessere Gestaltungsmöglichkeiten für die gesamte Teichlandschaft haben.

Außerdem ist ein Bachlauf ein sehr großer, natürlicher Filter.

Die Anlage und Gestaltung eines Bachlaufes ist zudem relativ einfach zu realisieren. Verwenden Sie den Aushub des Teiches, indem Sie einen Wall aufschütten. Dieser Wall wird an beiden Seiten mit Feldsteinen gegen abrutschen gesichert. Auf diese Weise erhalten Sie auch einen Steingarten mit weiteren wunderbaren Möglichkeiten der Gestaltung.

In die Zwischenräume der Feldsteine sollten noch Höhlen oder Vertiefungen mittels eines Besenstiels oder ähnlichem gebohrt werden. Die Amphibien werden es Ihnen danken.

Hier sehen Sie den Bau eines Bachlaufes, der mit GFK (Glasfaserverstärkter Kunststoff) ausgekleidet wird, nachdem im Vorwege die Form des Bachlaufes in Magerbeton modelliert wurde. Sehr aufwendig, aber haltbar auf Dauer.

Die einfachste und auch sehr gute Lösung ist allerdings Folienreste zu verwenden, die oben in den Wall eingebaut werden.

Die Tiefe der einzelnen Abschnitte des Bachlaufes kann sehr schön variiert werden.

So ein Bachlauf ist im Grunde eine Kette von kleinen Teichen, die ineinander übergehen. Genau diese Übergänge müssen aber sorgfältig angelegt werden, damit nicht ein Stau durch Blätter oder ähnliches einen seitlichen Überlauf verursacht. Ziehen Sie darum im Bereich der Überläufe die Ränder mindestens 5 cm nach oben.

Wichtig ist auch den Bachlauf zu bepflanzen. Zum einen um die Filterwirkung und den biologischen Kreislauf zu verbessern, aber auch um eine Beschattung des Wassers zu erreichen. An besonders der Sonne ausgesetzten Stellen kann es außerdem sinnvoll sein, kleine Sträucher oder Koniferen anzupflanzen, welche die ärgste Mittagssonne vom Bachlauf fernhalten. Das ist nämlich der einzige mögliche Nachteil eines Bachlaufes, dass er wie eine Heizung wirken kann, wenn er nicht beschattet wird. Dieses Problem ist aber in jedem Fall durch die beschriebenen Maßnahmen zu lösen und sollte niemanden davon abhalten so ein Naturerlebnis, denn dazu wird es in kurzer Zeit, zu gestalten.

Zum Betrieb eines Bachlaufes reichen Pumpen von 30 - 50 Watt, mit Literleistungen von 800 bis 2000 Liter pro Stunde.

Produzieren Sie kein Wildwasser. Ein Bachlauf sollte so natürlich wie möglich betrieben werden, wenn wir einmal vom Einsatz der erforderlichen Pumpe absehen. Aber auch hier ist die Solartechnik auf dem Vormarsch, so dass in absehbarer Zeit ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erwarten ist.

Noch ein Tipp:

Wenn sie den Bachlauf zusätzlich in eine Sumpfzone münden lassen, bevor das Wasser den Teich wieder erreicht, ergeben sich weitere Vorteile:

  • Die Gestaltungsmöglichkeiten werden verbessert

  • Die Filterwirkung wird noch einmal gesteigert

  • Es können Pflanzen gesetzt werden, die im Freiwasser des Teiches möglicherweise problematisch werden könnten

Hier ist besonders der Große Rohrkolben zu nennen, der, wenn er nicht "eingesperrt" wird, in kurzer Zeit (2-3 Jahre) ein erhebliches Stück des Teiches überwuchern kann. In der Sumpfzone kann diese sehr schöne Pflanze in Schach gehalten werden, indem von Zeit zu Zeit eingekürzt wird.

Es empfiehlt sich in der Sumpfzone eine zweite Lage Folie einzubringen, weil die Wurzeln insbesondere des Großen Rohrkolbens in der Lage sind dünne Folien zu durchbohren. Die Folienstärke sollte aber sowieso 1 mm nicht unterschreiten. Der Mehrpreis im Verhältnis zu dünneren Folien ist gut angelegtes Geld, weil man sich manchen Ärger mit Undichtigkeiten erspart.

Hier noch einmal ein Stück des fertigen Bachlaufes und der Sumpfzone in der Draufsicht.

Die Bepflanzung wird in kurzer Zeit für eine effektive Beschattung sorgen und auch der Steinwall wird von einer Vielfalt an Steingartenpflanzen überwuchert sein.

Hier zählt wieder nur der eigene Geschmack. Der eine mag viele sichtbare Steine, der andere nicht.


 

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